Kollisionsprüfung nach § 10 RAO mit KI
Warum die händische Kollisionsprüfung in Kanzleien systematisch Lücken hat — und wie Ihr Kanzleiwissen Interessenkollisionen über Jahre und Mandate hinweg sichtbar macht.
Die Kollisionsprüfung gehört zu den unterschätzten Pflichten der Kanzleiorganisation. Eine übersehene Interessenkollision (§ 10 RAO) kann den Verlust des Mandats bedeuten — im schlimmsten Fall ein Disziplinarverfahren und Haftung. Trotzdem läuft sie in vielen Kanzleien über Gedächtnis, Excel oder die Frage „Kennt den jemand von uns?“.
Warum die klassische Prüfung systematisch Lücken hat
Interessenkollisionen entstehen selten im Offensichtlichen. Das Problem sind die indirekten Verbindungen: Der Geschäftsführer der Gegenseite war vor fünf Jahren Mandant in einer anderen Sache. Die Tochtergesellschaft Ihres neuen Mandanten gehört zum Konzern, gegen den ein Kollege 2019 prozessiert hat.
Diese Verbindungen liegen in den Akten — aber verteilt über Jahre, Akten und Kolleginnen. Keine Kartei und kein Gedächtnis bildet das zuverlässig ab.
Wie verknüpftes Kanzleiwissen Kollisionen findet
Subsumio erkennt in Ihren Akten Personen, Unternehmen, Rollen und Beziehungen und verknüpft sie. Eine Kollisionsprüfung ist dann keine bloße Namenssuche, sondern die Frage: „Gibt es eine Verbindung zwischen X und der Kanzlei?“
Das Ergebnis kommt mit Fundstellen: Sie sehen nicht nur, dass eine Verbindung besteht, sondern auch, in welcher Akte sie dokumentiert ist.
Praxis: Die Prüfung in drei Schritten
1. Namen in der Kollisionsprüfung eingeben und prüfen — Subsumio gleicht gegen alle bekannten Personen und Unternehmen ab; dieselbe Prüfung läuft bei Mandatsannahme und Aktenanlage. 2. Treffer mit Fundstelle prüfen — direkt in die Quellakte springen. 3. Ergebnis dokumentieren — der Prüfschritt ist nachvollziehbar protokolliert.
Wichtig: Subsumio stellt Ihnen die Informationen für die standesrechtliche Bewertung zusammen — die Entscheidung treffen Sie.